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Malteser Leverkusen

Sichere City - Helfen mit Herz

Unter dem Namen „Sichere City“ startet am 23. Juni 2007 das Pilotprojekt der Malteser Leverkusen. Zu erst wurden in der Wiesdorfer Fußgängerzone sogenannte Automatisierte Externe Defibrillatoren (AEDs) in zentral gelegenen Apotheken/Geschäften platziert.

Im Jahre 2009 wurde auch die Schlebuscher Fußgängerzone in das Projekt mit einbezogen und mit großer Unterstützung der Werbe- und Fördergemeinschaft Schlebusch, wurden auch hier AED's platziert. 

Das Personal wurde jeweils im Umgang mit den AEDs von den Maltesern geschult.

Bisherige Projekte mit AEDs in Bahnhöfen, Flughäfen etc. „vertrauen“ vorwiegend auf die Hilfestellung durch Laien. Nach aktuellen Studien ist die Hemmschwelle von ungeschulten Passanten jedoch immer noch zu groß, die Geräte im Notfall einzusetzen.

Unser Ansatz ist es daher, die Geräte dort zu platzieren, wo Laien im Notfall auch Hilfe suchen – z.B. in Apotheken. Hier ist die Affinität zur Medizin am größten und die Qualifizierung des Personal kann am besten gewährleistet werden. Das Personal wird mittels einer extra entwickelten Schulung durch die Malteser Leverkusen, auf den AED geschult und eingewiesen.

Hier befinden sich die Defibrillatoren für den Notfall:


AED Standorte in Leverkusen auf einer größeren Karte anzeigen

Ein AED (Automatisierter Externer Defibrillator)

...ist ein Gerät, mit dem einem Patienten, der nicht atmet und keinen Herzschlag hat, automatisch einen Elektroschock verabreicht werden kann und mit dessen Hilfe Widerbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden können.

Das Gerät kommuniziert nach dem Einschalten sofort mit dem Helfer und führt diesen optisch und mit Hilfe einer sprachgesteuerten Benutzerführung sicher durch die Reanimation. Der Herzrhythmus des Patienten wird analysiert, das EKG (Elektrokardiogramm) ausgewertet. Das Gerät fordert den Helfer nur dann zum Auslösen des lebensrettenden Elektroschocks auf, wenn dies erforderlich ist. Es besteht also keine zusätzliche Gefahr für den Betroffenen oder den Helfer. Liegt kein Kammerflimmern vor, fordert das Gerät direkt zur Herz-Druck-Massage auf.

 

Erste Hilfe und die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) sind nach wie vor wichtige Bestandteile für jeden Ersthelfer!

 

Stichwort Frühdefibrillation

Hört das Herz auf zu schlagen, sollte der Betroffene sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) reanimiert werden. Bei Kammerflimmern ist die HLW alleine jedoch nicht ausreichend: In diesem Fall ist die Defibrillation die einzige Chance, durch Elektroschock das Herz wieder in einen normalen Takt zu bringen. Diese Elektroschocktherapie wird seit vielen Jahren von Notärzten und Sanitätern angewendet.Die Frühdefibrillation kann durch speziell geschulte Ersthelfer ausgeführt werden, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Mit Hilfe von haltautomatischen Defibrillatoren, kurz AED genannt, wird so eine schnelle und sichere Hilfe gewährleistet.

Bild: AED Meducore Easy - Fa. Weinmann

Jährlich erleiden in Deutschland etwa 140.000 Menschen außerhalb einer Klinik einen plötzlichen Herztod – zehn Menschen pro Stunde. Es kann jeden treffen: Bis zu 20 % der Menschen, die einen plötzlichen Herztod erleiden, haben keine feststellbare Herzkrankheit.
(Quelle: Prof. W. F. Dick, Uni Mainz)

Die Überlebenschance bei einem plötzlichen Herztod hängt entscheidend vom Beginn der Wiederbelebungsmaßnahmen ab. Jede Minute entscheidet!
Nach einem Herzstillstand sinkt die Überlebenschance jede Minute um ca. 10 %. Nach 3-6 Minuten treten irreversible Hirnschäden auf. Nach 10 Minuten kann meist nur noch der Tod festgestellt werden.
(Quelle: American Heart Association - AHA)

In zahlreichen Studien konnte gezeigt werden, dass durch Frühdefibrillationsprogramme je nach Rahmenbedingungen Überlebensraten von 20 bis 50 % erreichbar sind.
(Quelle: Dr. E. Kehrberger, Ostfildern)

Wählen Sie sofort den Notruf 112

 

Kontrollieren Sie die Vitalfunktionen

  • Bewusstsein:
    Ist der Betreffende ansprechbar? Bewegt er sich? Reagiert er auf Rütteln an den Schultern? Zeigt der Patient hier keine Reaktion, muss - wenn noch nicht geschehen - umgehend der Notruf erfolgen!

  • Atmung:
    Prüfen Sie, ob sich Fremdkörper im Mund befinden und entfernen Sie diese vorher. Machen Sie dann die Atemwege frei, indem Sie den Kopf des Betroffenen nackenwärts überstrecken und dabei den Unterkiefer vorschieben.
    Schauen Sie, ob sich der Brustkorb hebt und senkt. Sind Atembewegungen sichtbar? Können Sie Atemgeräusche hören? Können Sie, wenn Sie Ihre Wange über Mund und Nase des Betroffenen halten, die Ausatmung fühlen?



Haben Herz und Atmung ausgesetzt, beginnen Sie unverzüglich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW). Die HLW findet im Verhältnis 30 Herz-Druck-Massagen zu 2 Beatmungen statt. Der Druckpunkt befindet sich auf der Mitte des Brustkorbes, d.h. auf der unteren Brustbeinhälfte.

Am besten lernen Sie diese Techniken in einem Erste Hilfe Kurs.

Bei einem Herzstillstand durch Kammerflimmern ist auf jeden Fall ein Defibrillator (AED) notwendig, der durch Elektroschock dem Herzen hilft, seinen gewohnten Rhythmus wieder aufzunehmen.

Je schneller ein Defibrillator eingesetzt wird, umso eher kann ein Menschenleben geretten werden. Bleiben Sie ruhig und bitten Sie ggfs. auch Passanten um Mithilfe.

Die wenigen Minuten, die durch die Anwendung von Frühdefibrillatoren gewonnen werden, können den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Weitere Informationen

Ihr Ansprechpartner

Tim Feister
Stadt- und Kreisgeschäftsführer
Tel. (0214) 86 85 1 0
Fax (0214) 86 85 1 24
E-Mail senden

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax Bank  |  IBAN: DE17370601930102626010  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PAX